Wenn man seinen Schülern die Möglichkeit gibt, dass sie sich etwas wünschen dürfen, sollte man sich als Lehrer bewusst sein, dass auch unvorhergesehene Sehnsüchte hervortreten könnten. So geschehen im Januar 2025 als die Klassenlehrerin der Klasse 2, Frau Nothnagel, und Referendarin, Frau Formacek, plötzlich wieder zu Carolin und Amelie wurden und die Schulbank drücken durften. Doch wie kam es dazu: Frau Formacek hatte vor einiger Zeit ein Belohnungssystem eingeführt, dass alle Kinder der Klasse 2 motiviert, sich besser an die Unterrichtsregeln zu halten. Dabei werden Sterne in einem Glas gesammelt und wenn das Glas voll ist, darf sich die Klasse etwas wünschen. Unter einer Vielzahl an Vorschlägen war schließlich auch dabei, dass Schüler und Lehrer die Rollen tauschen, und bei einer demokratischen Abstimmung entschieden sich die Schüler genau dafür. Für die Lehrerrolle fanden sich schließlich fünf Teams, die sich vorbereiten sollten. Am 22. Januar in der 4./5. Stunde war es schließlich soweit. Die Themen umfassten Deutsch, Mathe und Sachunterricht. So wurde zum Beispiel Wissen über den Hund vermittelt und die Schüler sollten eine eigenes Hundebüchlein herstellen.
Beim Bankrutschen wurde das Kopfrechnen geübt, ein Lesetext sollte erlesen sowie verstanden werden und ein Diktat wurde auch geschrieben. Alles in allem war es für Schüler wie Lehrer eine sehr spaßige, aber auch lehrreiche Zeit, denn nun kennen alle die Perspektive des Anderen noch ein bisschen besser. Wie schön, wenn auch Groß von Klein lernen darf!